„Steigende Pendlerzahlen, zu kurze Bahnsteige, zu wenige Zugfahrten: Der Nahverkehr im Hamburger Umland ist am Limit“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Ludwig von Danwitz im Rahmen der heutigen Landtagsdebatte zum gemeinsamen Antrag von CDU und SPD. Vor allem aufgrund bestehender Konflikte zwischen Fern-und Güterverkehr, bereits ausgereizter Bahnsteiglängen und Doppelbelegungen am Gleis gebe es nicht die eine schnelle Lösung. „Weitere Zugfahrten scheitern an den fehlenden Trassenkapazitäten, einem überlasteten Hamburger Hauptbahnhof und dem nicht ausgebauten Harburger Knoten.“

Der Nahverkehr im südlichen Hamburger Umland müsse daher schnellstmöglich verbessert werden, so von Danwitz. „Wir wollen den Nahverkehr im Hamburger Speckgürtel besser vernetzen und ausbauen“, so der Verkehrsexperte. „Wir brauchen längere Züge mit einer besseren Taktung und längere Bahnsteige, um das Verkehrsaufkommen besser steuern zu können. Dafür sind umfangreiche Baumaßmaßnahmen am Verkehrsknoten Hamburg-Harburg notwendig.“ Zur Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofes schlägt der CDU-Abgeordnete darüber hinaus vor, dass Züge des Betreibers Metronom nach kurzem Halt beispielsweise in Kiel oder umgekehrt aus Schleswig-Holstein in Lüneburg enden: „Wenn es sich nur um Ausschreibungsprobleme zwischen den Bundesländern handelt, müssen diese gelöst werden“ erläutert der Christdemokrat, der sich abschließend eine verkehrsmittelübergreifende Pendler-App ausspricht: „Wäre das nicht eine Aufgabe für die Metropolregion?“